Karst- und Höhlenforscher der HGU spüren ein Abwasserleck der Melchsee-Frutt auf.

8. Januar 2006

Flugaufnahme des Grosswaldes mit Blick von Norden gegen die Melchsee-Frutt. Das Druckleitungstrassee ist gut erkennbar. Dieser Druckröhre entlang verläuft ebenfalls die nun eingefrorene Abwasserleitung des Frutt-Dorfes.

Bild: Martin Trüssel

Intakte Abwasserleitung (links unten im Bild) mit 20 cm Durchmesser im 1,3
km langen Druckleitungsstollen von der Frutt zu den Arviböden.

Bild: Martin Trüssel


Kurz nach dem Austritt der Abwasserleitung wird die Wasserleitung über ein
Viadukt geführt. Hier soll die Leitung zuerst eingefroren sein. Die Frage
ist, ob nicht zusätzlich eine Fremdköper in der Leitung ist und zu
Rückstauproblemen geführt hat.

Bild: Martin Trüssel


Durch einen Überlauf ergiesst sich das Abwasser des Dorfes Melchsee-Frutt in
den Fruttkarst. Es sind schätzungsweise mindestens 40 Kubikmeter pro Trag
bzw. 1200 Kubikmeter pro Monat, in der Hochsaison ev. doppelt so viel.

Bild: Martin Trüssel


Schon nach kurzer Zeit kann das Wasser in den Karstsenken nicht mehr
versickern, weil der Abfluss durch die vielen Feinpartikel im Abwasser den
Boden abdichten. So breitet sich die Verschmutzung von Mulde zu Mulde weiter
aus.

Bild: Martin Trüssel


Aufgespitzes Leitungstrassee. Die Leitung ist auch an dieser Stelle
eingeforen. Der Kernser Gemeindedienst geht davon aus, dass mindestens 100 m
der Leitung eingefroren sind. Eine Reparatur sei ausgeschlossen und eine
parallel verlaufenden Notleitung zeitlich und finanziell nicht vertretbar.

Bild: Martin Trüssel


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