| Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2009
«Typisch Kerns – Typisch Karst»: Sonderschau an
der Kernser Gewerbeausstellung |
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| Wer kennt sie nicht, die Jugendkrimi-Bücher
«Die drei Fragezeichen»? Doch die Karst- und Höhlenforschung
in unserer Region ist mindestens doppelt so spannend. Deshalb ziehen
sich nicht drei, sondern gleich sechs Fragezeichen wie ein roter
Faden durch die Sonderschau «Typisch Kerns – Typisch
Karst».
Die Mitglieder der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden
(HGU) werden regelmässig von interessierten Aussenstehenden
gefragt, warum sie dies tun, ob die Tätigkeit nicht gefährlich
ist, was es zu entdecken gibt und grundsätzlich, was die Karst-
und Höhlenforschung überhaupt für einen Nutzen hat.
Diese und weitere Fragen werden an der Sonderschau in der Werkhalle
von Bucher Holzbau auf über 200 m2 einprägsam thematisiert.
Herausragende Ereignisse sind:
– Einseiltechnik selbst testen,
– Kriechstrecke meistern,
– Gefahrenparcours begehen,
– Braunbären in Lebensgrösse berühren und
– die insgesamt 55 km vermessenen Höhlengänge der
Melchsee-Frutt auf einer Grossleinwand erstmals in 3D betrachten.
Weitere Infos: FlyerSonderschau.pdf
und Info
Broschüre.pdf
M. Trüssel |
 Der
Unterwaldner Karst- und Höhlentag findet bereits zum vierten
Mal statt, diesmal an der Kernser Gewerbe-ausstellung mit einer
200 m2 grossen Sonderschau.

Spaltenartiger
Höhleneingang auf der Melchsee-Frutt. Hier sind in den vergangenen
25 Jahren auf nur rund 3,5 km2 Grundfläche bereits 55 km Höhlengänge
vermessen worden. Foto: M. Trüssel.
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| Sonntag, 17. Mai 2009 WWF-Exkursion
Gipsstollen Ribenen am Stanserhorn, durchgeführt von der HGU
HGU-Leitende: Fidel Hendry, Hubert Blättler, Katharina Fischer,
Beat Niederberger, Kilian und Xenia Schuster, Martin Trüssel
sowie Diomira Uebelmann
WWF-Teilnehmer: 39 Personen Dass die HGU im Rahmen des Jahresprogramms
vom WWF, Sektion Unterwalden, eine karst- und höhlenkundliche
Tagesexkursion leitet, ist bereits zur Tradition geworden. Das diesjährige
Ziel ist der Gipsstollen Ribenen am Stanserhorn, in dem seit Jahrzehnten
kein Abbau mehr stattfindet und dessen Existenz und Zugang in Vergessenheit
geraten ist. So darf das Angebot als auserlesen bezeichnet werden.
Bei der Vorbereitung im Feld und per Literaturrecherchen sind zahlreiche
spannende und lehrreiche Beobachtungen und historische Begebenheiten
zum Vorschein gekommen. So macht es Spass, eine Exkursion zu führen
und die zusammengetragenen Erkenntnisse an die interessierte Gästeschar
weiterzugeben. Etwas Hektik bei der Vorbereitung verursachte das
Organisieren von 40 Helmen, damit alle Teilnehmenden (das Interesse
Überstieg die Anmeldelimite bei Weitem) korrekt ausgerüstet
werden können. Wertvoll ist, dass sich Diomira zur Verfügung
stellt, die Exkursion fotografisch festzuhalten.
Vom Treffpunkt Rohren (zwischen Ennetmoos und St. Jakob) bis zum
ehemaligen Gipsabbaugebiet Ribenen wird die rund 1,5 Stunden dauernde
Wanderung durch mehrere Informationsblöcke gegliedert. Beat
gibt eine Einführung in die Gesteinsbildung und Gebirgsentstehung
am konkreten Beispiel der Gipsbildung und Fidel erklärt die
Landschaftsbildungsprozesse samt Vergletscherung und grossem Bergsturz,
der sich am Stanserhorn vor etwa 2300 bis 2500 Jahren ereignet hat.
Hubert «öffnet das Fenster» in die historische
Geschichte der Region. Der Blick von einer Waldlichtung auf das
Drachenried und die Drachenflue mit dem geschichtlich bedeutsamen
Drachenloch bietet sich geradezu an, über die ersten menschlichen
Artefakte aus dem Neolithikum und Bronzezeit und sogar Menschenskelettfund
bis hin zum Franzosenüberfall von 1798 zu berichten. Der letzte
Infoblock, ebenfalls von Hubert bestritten, beleuchtet die historische
Gipsabbau-Ära am Stanserhorn in der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts.
Nun warten alle gespannt auf die Besichtigung des Gipsstollens.
Vom Mittagsrastplatz aus (samt Lagerfeuer) führt ein unscheinbarer,
glitscher Zick-Zack-Pfad steil zum versteckten Stolleneingang hinauf.
Umso grösser ist die Überraschung, eine solch grossräumige
Stollenanlage anzutreffen. Katharina, Xenia, Kilian, Beat und Martin
übernehmen die Gruppenführungen, die je nach Teilnehmerzusammensetzung
individuell gestaltet wird. So kommen die Kleinsten ebenso auf die
Rechnung wie die guten Lokalkenner, die aber den Gipsabbau nur vom
Hörensagen kennen. Eine grosse Schar interessiert sich anschliessend
für die Höhlen- bzw. Stollenvermessung. Kilian, Xenia
und Katharina haben einen Infoblock und einen Vermessungsparcours
vorbereitet. In kleinen Vermessungsgruppen mit Gross und Klein entstehen
so verschiedene Grundriss-Aufzeichnungen. Der Vergleich mit dem
eigentlichen Stollenplan aus dem HGUArchiv erfolgt erst anschliessend
bei der Mittagsrast.
Bei perfekter, frühsommerlicher Witterung können sich
die Kinder und Erwachsenen am frühen Nachmittag selbst mit
Gips kreativ verwirklichen. Unter der Anleitung von Katharina stellen
sie Gipskreide und Gipsabdrücke her. Damit soll auf spielerische
Art verbildlicht werden, wie sich Gips als Gestaltungsmaterial und
Baustoff verhält und warum überhaupt Gips abgebaut worden
ist und heute im benachbarten Mehlbach/Feltschiloch auf Kernser
Boden noch abgebaut wird. Zum Abschluss der Exkursion zeigt Martin
die stark eingewachsene Wüstung (Ruine) der ehemaligen Bergstation
der Gipstransportbahn, die rund 200 m vom Rastplatz entfernt liegt.
Eine eindrückliche Dokumentation ist im Internet unter www.funimag.com/suisse/GipsbahnEnnetmoos01.htm
zu finden. Wer die Spuren zu lesen vermag, der erkennt einerseits
das ehemalige Trassee der Standseilbahn, das in der Falllinie steil
zum Talboden hinunter führt, und anderseits die Gräben
und Aufschüttungen zwischen Bergstation und Gips- (Stollen-)Abbauareal.
18. Mai 2009,
M. Trüssel |

Bilder
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| Neue Resultate der Langzeit-Temperaturmessungen
in Höhlen in Obwalden und Nidwalden |
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| Auf den Beginn des Hydrologischen Jahres, das
jeweils am 1. Oktober
beginnt, hat die HGU in Zusammenarbeit mit der NeKO-Stiftung nun
auch dieses Jahr die Temperaturdatenlogger in den Höhlen ausgewertet.
Das Messprogramm auf der Melchsee-Frutt läuft bereits seit
1990, jenes auf der Bannalp/Walenstöcke seit 1998.
Der Trend zeigt weiter nach oben. Das zeigen die Zahlen der Windkluft
in der Schrattenhöhle (plus 0,5 °C). Dieser Höhlenabschnitt
ist klimatisch weitgehend unabhängig von kurzfristigen Oberflächen-Temperaturschwankungen,
wie die
Feinanalysen der letzten 18 Jahre zeigen. In der Rundwandhöhle
am Fuss der Walenstöcke ging der Temperaturanstieg in den letzten
Jahren geradezu sprunghaft voran (über 2 °C), weil hier
der nahegelegene Höhlenabschnitt mit Dauereis gemäss den
neuesten Beobachtungen unterdessen zu rund 95 % abgetaut ist!
M. Trüssel

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Rückblick
auf den 3. Karst- u. Höhlentag |
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| 31. Mai
bis 2. Juni 2007 in Ennetbürgen: Der 3. Unterwaldner
Karst- und Höhlentag fand in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission-Ennetbürgen
und "Erlebnis-Geologie" statt. Während 3 Tagen war
im Gemeindesaal Ennetbürgen eine Ausstellung zu aktuellen Höhlen-Forschungsprojekten
zu sehen. Ein Schwerpunkt bildete die intermittierende Quelle der
Friedhöfler-Höhle sowie die Franzosenhöhle am Bürgenstock.
Am Donnerstag Abend kamen ca. 70 Personen zum interessanten Vortrag,
der von Fidel Hendry, dipl. Geologe und HGU-Forschungskoordinater
gehalten wurde. Frisch ab Druck konnte an diesem Abend auch die
erste Ausgabe der von Martin Trüssel verfassten Schriftenreihe
"Ausgewählte Höhlen in Obwalden und Nidwalden"
über die Franzosenhöhle am Bürgenstock bewundert
und auch gleich erworben werden.
Aufgrund des Ausbruchs der Friedhöfler-Quelle am Dienstag sowie
wegen den auf Freitag erwarteten Niederschlägen musste die
auf Samstag geplante Friedhölfer-Führungen abgesagt werden.
Am Freitag besuchten alle Ennetbürger 3. Orst-Klassen die Ausstellung.
HGU-Mitglieder erläuterten die einzelnen Projekte in der Ausstellung.
Daraus entstanden interessante Diskussionen um das Thema Höhlen,
Wasser und Fledermäuse.
Am Samstag war die Ausstellung im Gemeindesaal wieder für
die Öffentlichkeit geöffnet und wurde auch rege besucht.
Ebenso fand am Samstag vier mal die geologische Exkursion Bürgenstock
mit Führung in die Franzosenhöhle statt. Die nassen Verhältnisse
schien die Höhlengwundrigen nicht abzuhalten durch die engen
Gänge der Franzosenhöhle zu kriechen um die grosse Kluft
bewundern zu können.
Herzlichen Dank allen Besuchern für das Interesse, der Kulturkommission
Ennetbürgen für die gute Zusammenarbeit und die zur Verfügungstellung
des Gemeindesaals. Speziellen Dank allen Helfern des Karsttags,
dem ganzen OK und vor allem Fidel Hendry für den grossen Einsatz!

Teilnehmer am 3. Unterwaldner Karst- und Höhlentag
vor der Franzosenhöhle
... weitere Photos folgen... |

Infoblatt (PDF)

Artikel
Gemeindeinfos Enetbürgen
Filme
der Friedhöfler- und Franzosenhöhle (Plan)
unsere Partner:
Kultur Komission Ennetbürgen

Erlebnis
Geologie
Patronat:

Stiftung Naturerbe
Karst und Höhlen Obwalden |
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Die Friedhöflerhöhle
wieder unter Beobachtung
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Winter 2006/07
- Die Friedhöflerhöhle in Ennetbürgen ist eine
der wenigen intermittierenden Quellen in der Schweiz. Nur nach heftigen
und andauernden Niederschlägen kommt es zu einem Wasserausbruch.
Dabei fliesst das Wasser nicht konstant aus der Höhle, sondern
in einzelnen Schüben mit kurzen Unterbrüchen. Das letzte
mal wurde das intermettierende Schüttungsverhalten 1982 von
der SGHL dokumentiert. Seit November 2006 beobachten wir den Wasserabfluss
wieder mit Hilfe eines automatischen Pegelmessers und eines temporären
Messwehres. Die Resultate werden am 3. Unterwaldner Karst- und Höhlentag
vorgestellt. RoB.
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Meldeleitung
des Pegelmessers in einem Schutzrohr.
weitere
Photos ...
Lesen sie mehr zur Abflussmessung unter Projekte |
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Höhlentag für
den Ferienpass Nidwalden und Obwalden
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20. Juli 2006 und
17. August 2006 - Die HGU bietet jedes zweite Jahr eine Höhlenbesichtigung
für den Ferienpass an. Dieses Jahr hatten insgesamt 30 Schulkinder
die Gelegenheit einen Blick in die Höhlenwelt zu werfen. Co-Präsident
Hubi Blättler erklährt den Höhlenneulingen anhand
von Schautafeln, Steinen und Knochen was die Höhlenforscher
machen und sensibilisiert sie für den Höhlenschutz. Nach
dieser Einführung beginnt die Höhlentour in die 100 m
lange Klufthöhle. Die Kinder werden von erfahrenen Höhlenforschern
der HGU in den Hauptgang der Höhle abgeseilt und durch die
Höhle geführt. Hier gibt es viel zu entdecken: Spinnen,
Knochen, glitzernde Wassertropfen und leider auch eine alte Blechbüchse.
Diese wurde von jemandem, ganz im Sinne des Höhlenschutzes,
stolz hinausgetragen und anschliessend von der HGU entsorgt. RoB.
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Photos
vom 20. Juli 2006
Photos
vom 17. August 2006
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30-Jahre-Jubiläumstour
der 4 Brüder Trüssel und zugleich 20-km-Marke in der Bettenhöhle
überschritten
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9. Juli 2006 -
Die vier Brüder Christoph, Clemens, Martin und Pankraz
Trüssel haben auf den Tag genau ihr 30-Jahre-Jubiläum
Karst- und Höhlenforschung auf der Melchsee-Frutt im Untergrund
begangen bzw. dieses zuerst durch einen Vermessungseinsatz verdient.
Sie hatten beschlossen, in der Bettenhöhle weitere Gänge
zu vermessen, sodass in dieser Höhle just am Jubiläumstag
die 20-km-Vermessungsmarke überschritten wird. Dies ist auch
gelungen. Die Bettenhöhle ist mit nun 20'055.50m die 5. längste
(und die Schrattenhöhle mit nicht ganz 20 km die 6. längste)
Höhle der Schweiz. Bei der 20-km-Marke setzten die vier im
Pfingststollen des Pfingstlabyrinthes eine kleine Gedenktafel und
stiessen mit einem Champagner feierlich an.
Seit dem 9. Juli 1976 entdeckten und vermassen sie – zusammen mit
ihren später ebenfalls teilhabenden Forschungskolleginnen und
-kollegen – allein auf der Melchsee-Frutt 51 km Höhlengänge.
Dafür waren 14 Mannjahre Freizeiteinsatz nötig. Just am
Jubiläumstag entdeckten die vier im "Pfingstlabyrinth"
der Bettenhöhle überraschend viel Neuland, dessen Dimensionen
grösser denn je sind - und das nach 30 Jahren Karst- und Höhlenforschung.
Auch über die künftige Forschung wird es noch viel Spannendes
zu berichten geben. MaT.
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hier mal einen Aufruf
an alle die diese Internetseite besuchen...
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18.7.06 - Für
das Erschliessen von grossen Schächten in den Höhlen sind
wir auf leistungsfähige Akku-Bohrmaschienen angewiesen um Bohrhaken
im Fels befestigen zu können. Leider haben die Akkus eine beschränkte
Lebensdauer. Wir suchen desshalb leere Gehäuse oder alte Akkus
um diese selber regenierieren zu können. Für ihre Mithilfe
sind wir sehr dankbar.

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Präsentation der
Resultate des Markierversuchs 2005 fand grosses Interesse
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Engelberg, 8. Juni 2006
- Der von der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU)
durchgeführte Vortrag über den Färbversuch 2005 fand
grosses Interesse. Gut 200 Personen fanden sich am Mittwoch Abend
in der Aula des Schulhaus Engelberg ein und folgten den Ausführungen
der Höhlenforscher und Geologen Beat Niederberger und Fidel
Hendry. Zuerst gab es eine Einführung in die Geologie der beiden
Karstgebiete Griessen und Bannalp. Anschliessend wurde der Ablauf
und die Resultate des Markierversuchs präsentiert. Interessante
Fragen aus dem Publikum rundeten den Anlass ab.
Die Resultate des Markierversuchs werden auch in Form eines Berichtes
erscheinen. Interessenten können sie bei der HGU
melden.
Wir gratulieren den Gewinnern des Wettbewerbs! Es sind dies:
1. Preis – 2 Fahrkarten aufs Ristis und 1 Übernachtung
auf der Rugghubelhütte: Robert Amstutz, Engelberg
2. Preis – 2 Fahrkarten auf den Titlis: Schwester Antonia
O., Engelberg
3. Preis – 2 Fahrkarten auf die Fürenalp: Romy Odermatt,
Engelberg
4. Preis – 1 Fahrkarte aufs Ristis: Schwester Franziska B.,
Engelberg
5. Preis – 1 Fahrkarte aufs Ristis: Guido Schöpfer, Stans
6. Preis – 1 Fahrkarte aufs Ristis: Manuela Bircher, Buochs
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Die Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU) führte
Anfang bis Mitte Juli 2005 im Gebiet Griessen und Bannalp einen
gross angelegten Wasserfärbversuch durch, um den bislang unbekannten
unterirdischen Wasserwegen auf die Spur zu kommen. Bis zu 16 Personen
waren in der ersten Juli- Hälfte Tag und Nacht im Einsatz,
um im Tal an allen wichtigen Orten anfänglich im Stundentakt
Wasserproben zu entnehmen.
Das Gletscher- und Niederschlagswasser gelangt trotz unterirdischem
Abfluss so schnell ins Tal, dass nur offene Kluft- und zum Teil
Höhlensysteme in Frage kommen, von denen aber erst wenige untersucht
werden konnten.
Nachdem der auf den 27. und 28. August 2005 angesetzte 2. Unterwaldner
Karst- und Höhlentag wegen des Hochwassers vom letzten August
abgesagt werden musste, sollen die Erkenntnisse nun anlässlich
eines Vortrages erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Der Vortrag wird durch eine kleine Ausstellung begleitet. Diese
ist ab 18.30 Uhr geöffnet.
weitere Infos zum Projekt sind hier...
ein Flyer befindet sich
hier...
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Einspeisung eines Farbstoffes beim
Griessenfirn am 4. Juli 2005 Foto: Martin Trüssel |
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Karst- und Höhlenforscher der HGU spüren ein Abwasserleck
der Melchsee-Frutt auf |
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| 8. Jan. 2006 - Ende Jahr
stiessen Katharina und Ueli Fischer, Angelina Huwiler und Beat Niederberger
bei der Neulanderschliessungs- und Vermessungstour im Grand-Canyon-Keller
in der inzwischen 19 km langen Bettenhöhle, Melchsee-Frutt,
überraschenderweise auf zunehmend übelriechende Höhlenluft.
Da der Höhlengang fernab von einer Siedlung oder von Alpbewirtschaftungen
verläuft, kam nur eine Schlussfolgerung in Frage: Es muss ein
Zusammenhang mit der Abwasserleitung bestehen, die von der Melchsee-Frutt
zur Stöckalp verläuft.
Nach Abschluss der Höhlenexpedition informiert Martin Trüssel
umgehend die Kernser Gemeindedienste. Aufgrund dieser Info ist die
Abwasserleitung sofort überprüft worden. Die Mitarbeiter
wurden wie erwartet im Gebiet Arviböden/Grosswald fündig.
Bedingt durch die relativ geringen Schneemengen bei gleichzeitig
seit Wochen anhaltendem Frost, wobei die Temperaturen in der Altjahreswoche
sogar unter minus 20 °C lagen, ist im Umfeld eines kleinen Viadukts
entlang der Wasserdruckleitungsröhre die Abwasserleitung nach
und nach auf einer Länge von etwa 150 m eingefroren. In der
Folge bildete sich ein zunehmender Rückstau, der zum Austritt
des Abwassers des Frutt-Dorfes führte. Dieses drang in die
Karstspalten ein und fand sogleich einen Weg in die tief unter der
Erde verlaufenden Karsthöhlen, deren Gewässer grösstenteils
gegen die Stöckalp und weiter ins Melchtal abfliessen. Das
Problem abseits von wintertauglichen Zufahrtswegen lässt sich
nach den eingehenden Abklärungen nur mit aufwändigen Massnahmen
bzw. mit schweren Geräten und Helikoptereinsatz beheben. Ein
vergleichbares Ereignis soll sich laut Andres Durrer, Gemeindedienst
Kerns, an der gleichen Stelle bereits vor 23 Jahren zugetragen haben.
MaT.
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weitere Bilder sind
hier...
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Vermessung der Tunnelklufthöhle im zb-Steilrampentunnel von
Grafenort nach Engelberg nach erneutem Niederbruch am 22./23. Aug.
2005 |
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| 1. Oktober 2005 - Wie die
erste Erkundungstour vor wenigen Tagen ergeben hat, verursachte
der neue Niederbruch am 22./23. August 2005 im Steilrampentunnel
eine weitere gravierende Erweiterung in der Tunnelklufthöhle,
wobei zwar die bereits vor 2 Jahren erkundeten Gänge Stand
gehalten, sich aber neue Gänge gebildet haben. Diese Veränderungen
nehmen Mitglieder der HGU im Rahmen der Arge Magma AG / HGU messtechnisch
auf. Zudem werden in den neu entstandenen Gangabschnitten die Störungsbewegungen
eingemessen und Proben von den alten Höhlensedimenten mit Rundkies
entnommen, die zum Teil von späteren tektonischen Bewegungungen
(Sackung) zerschert wurden.
Für die nächsten Tage sind länger anhaltende Niederschläge
zu erwarten, die allerdings bis in tiefere Lagen als Schnee fallen
werden. Es ist somit nicht klar einschätzbar, ob und wenn ja,
wie stark die Höhle von einem neuen Wassereinbruch betroffen
sein wird. Jeder Wassereinbruch kann einen neuen Murgang auslösen,
der bis in den Tunnel gelangt oder zumindest den Zugang zur Höhle
verschliesst und dann eine genaue Erkundung und Vermessung verunmöglicht.
Deshalb hat die HGU nach genauem Studium der kritischen Witterungsentwicklung
kurzfristig diese Vermessungs- und Dokumentaktionsaktion anberaumt.
Sie soll als Grundlage für die kurz-, mittel- und langfristig
zu treffenden Massnahmen der Tunnelsanierung und -sicherung des
versackten Karstabschnitts dienen. Am nächsten Morgen nach
den Vermessungsarbeiten folgt tatsächlich bereits ein Wassereinbruch
aufgrund der Niederschläge, die unmittelbar nach Abschluss
der Höhlenbegehung eingesetzt haben. |
weitere
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Die HGU hilft mit zwölf Personen nach den Hochwasserfluten
bei den Aufräumarbeiten in Engelberg |
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| 27. und 28 August 2005 - Die
Verwüstungen in Engelberg besonders durch die "ausgebrochene"
Engelbergeraa sind verheerend. Viele Keller wurden überflutet
und die Parterrewohnungen in Mitleidenschaft gezogen. Anstelle des
unwetterbdingt abgesagten 2. Unterwaldner Karst- und Höhlentages,
der auf dieses Wochenende angesagt gewesen war, helfen von der HGU
zwölf Personen zwei Tage lang bei den Aufräumarbeiten.
Weil alle Verkehrsverbindungen bis auf Weiteres unterbrochen sind,
müssen alle Helferinnen und Helfer mit Superpuma-Helikopter
der Schweizer Armee nach Engelberg eingeflogen werden. Die HGU arbeitet
zusammen mit Militär, Zivilschutz und Feuerwehr. Drei Elektriker
des HGU-Teams sind zweitweise zur Instandstellung elektrischer Anlagen
beschäftigt. Für alle anderen gibt es überflutete
Keller auszuräumen und unendlich viel Schlick zu beseitigen.
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Neuer Wassereinbruch und Murgang im Zentralbahntunnel Grafenort-Engelberg
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| 26. August 2005 - Das
schwere Unwetter von Montag und Dienstag, 22. und 23. August 2005
hatte auch im Steilrampen-Neubautunnel der Zentralbahn von Grafenort
nach Engelberg seine Auswirkungen. Trotz fertig gestelltem Druckgewölbe
im Bereich der rund 300 m langen Karstzone ist das Tunnelgewölbe
unter dem hohen Druck der Wassermassen zusammengebrochen, und zwar
am gleichen Ort (Tm1954), wo schon im Jahr 2003 sich der 2. Wassereinbruch
ereignet hatte und sich dahinter die Tunnelklufthöhle weitete.
Gemäss Berechnungen hätte das 80 cm dicke Druckgewölbe
aus mehreren Betonlagen 20 bar Druck standhalten sollen.
Nach dem Wassereinbruch samt Murgang (schätzungsweise 150 Kubikmeter
Material) zum 1,9 km entfernten Norportal hinunter, ergiessen sich
jetzt einige hundert Liter Wasser pro Sekunde in den Tunnel. Thomas
Gubler und Martin Trüssel von der Arge Magma AG / HGU besichtigen
drei Tage nach dem Wassereinbruch erstmals nicht nur die Einbruchstelle
selbst, sondern dringen weiter vor, um die ganze gefährdete
Zone zu besichtigen.
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Absage 2. Unterwaldner Karst- und Höhlentag in Engelberg
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| 23. August 2005 - Die
Unwetter zuerst im Engelberger- und Sarneraatal und wenige Stunden
später in Engelberg haben zu riesigen Verwüstungen geführt.
Strasse und Bahn nach Engelberg sind bis auf Weiteres unterbrochen.
Aus diesem Grund und auf Rücksicht für alle direkt und
indirekt Betroffenen sagt die HGU den 2. Unterwaldner Karst- und
Höhlentag in Engelberg ab. Er hätte am kommendenWochenende
stattgefunden. Die Ergebnisse des HGU-Wassermarkierversuchs im Zusammenhang
mit einer Diplomarbeit der ETH-Zürich von Anfang Juli müssen
an einem anderen Zeitpunkt der interessierten Bevölkerung vorgestellt
werden.
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2. Unterwaldner Karst- und Höhlentag
Freitagabend bis Sonntag, 26. bis 28. August 2005 ,
Engelberg OW
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| Die Höhlenforscher-Gemeinschaft
Unterwalden (www.hgu.ch) veranstaltet in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden (www.neko.ch)
und der Naturforschenden Gesellschaft Obwalden und Nidwalden (Nagon)
zum zweiten Mal den "Unterwaldner Karst- und Höhlentag". Dieses
Jahr stehen die ersten Ergebnisse eines gross angelegten Wasserfärbversuchs
in den Karstgebieten östlich von Engelberg im Vordergrund. Den naturkundlich
Interessierten soll insbesondere die Schutzwürdigkeit der Karstgebiete
aufgezeigt werden. Das Motto lautet deshalb: "Die Faszination und
Schutzwürdigkeit der unterirdischen Wasserwege und Höhlenwelt".
Weitere Informationen, Programmübersicht und Anmeldung finden
sie hier.
Weiterführende Informationen finden Sie auch in diesem PDF-Dokument.
Anmeldung für die Karstexkursionen : hier

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weitere
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| Wasserfärbversuch in Engelberg
/ Wolfenschiessen |
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| Juli 2005:
Seit 2 Jahren sind wir am Vorbereiten des Wasser-Färbversuchs
Griessen-/Bannalpkarst in der Region Engelberg und Wolfenschiessen.
In Jahr 2003 wurden Objekte des Griessenkarsts flächedeckend
untersucht sowie im Jahr 2004 die Geologie kartiert.
Mehrer Resultate aus dem LSE-Quell-Monitoring (2002-2005) und der
Forschung im Griessental lassen vermuten, dass es eine Fliessverbindung
zwischen dem Bannalp-Karst und dem Grissental gibt, sowie dass die
Herkunft des Wassers der Wassereinbrüche im LSE-Tunnel von
den vorderen Teilen der Griessenbändern stammt. Ein weiteres
Einzugsgebiet im Griessental dürfte sich in die 'Sieben-Quellen'
entwässern.
Die Markierung wird Anfangs Juli 2005 mit fünf Farbstoffen
an verschiedenen Eingabeorten durchgefürt. Für die Finanzierung
der teuren Farbstoffe und die ebenso kostspieligen Piezomesser konnten
Sponsoren gefunden werden. Die Laboranalysen werden vom Projektpartner,
der ETH Zürich übernommen.
weitere Details: Konzept
und Übersicht |

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Lesen
sie über weitere Aktivitäten
in den HGU-Aktuell Beiträgen der Jahre
2003 bis 2004. |
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