HGU Aktuell
Archiv 2003 bis 2004
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| Durchstich im LSE-Tunnel Grafenort-Engelberg |
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| 29. Oktober 2004 Mit
einem Jahr Verspätung erfolgte der Durchstich im LSE-Tunnel Grafenort-Engelberg
unter Beisein zahlreicher Gäste und Prominenz. Im Zusammenhang
mit den beiden grossen Wassereinbrüchen 2002 bzw. 2003 leistete
die HGU, die mit dem Geologiebüro magma AG unter der Leitung
von Thomas Gubler eine Arbeitsgemeinschaft gebildet hatte, für
die Tunnelbauer wertvolle Arbeit. Einerseits wurde ein karsthydrologisches
Quellmonitoring im Raum Engelberg aufgenommen, anderseits bei konkreten
Problemen praxisbezogene Beratung erbracht. Entsprechend wurden die
«Höhlenforscher» an den Durchstichs-Feierlichkeiten
gebührend erwähnt. Für die HGU ist die Quellmonitoringarbeit
aber noch nicht beendet. Sie wird dieses Jahr bis zum Einwintern (Trockenfallen
der Quellen) fortgesetzt. Zudem ist beabsichtigt, im nächsten
Jahr regelmässige Kontrollgänge durchzuführen. Zudem
sind die Vorbereitungen für einen Färbversuch mit Schwerpunkt
Griessenkarst voll im Gang. |

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| Rückblick auf den Graustockkarst-Informationstag
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22. August 2004 Gegen
50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am Informationstag der Stiftung
Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden (NeKO) auf der Tannalp und
am Graustock, Melchsee-Frutt, einen informativen und ereignisreichen
Tag erlebt, indem ihnen von den namhaften Fachexperten Markus Baggenstos
(Biologe), Thomas Gubler (Geologe) sowie dem Karst- und Höhlenforscher
Martin Trüssel der Graustockkarst als ganzheitliches Naturerlebnis
vermittelt wurde. Nach fünf kurzen Impulsreferaten und Apéro
im Berggasthaus Tannalp wurden zwei Gruppen gebildet, die sich dann
auf den Weg ins Graustockgebiet machten.
Die erste Gruppe hatte unter der kundigen Führung der Fachexperten
den längeren Marsch zu bewältigen. Einigen Mutigen wurde
die Gelegenheit geboten, mit Helm, Stirnlampe und Knieschonern ausgerüstet
in eine Höhle einzusteigen.
Die zweite Gruppe, unter der Führung der erfahrenen Höhlenforscherinnen
von der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU), Angelina
Huwiler und Katharina Fischer, nahm sich mehr Zeit, um mit Musse die
verborgenen Geheimnisse der Karstlandschaft zu entdecken. Dabei wurde
den Kindern und Begleitpersonen das Naturerlebnis spielerisch vermittelt.
Die spontanen Rückmeldungen liessen erkennen, dass die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer gelernt haben, diese grossartige Landschaft durch die
Augen des Biologen, des Geologen und des Höhlenforschers zu sehen
und einen tiefen Respekt für das einzigartige Geotop und Ökosystem
in diesem unberührten Karstgebiet zu entwickeln. Zudem haben
sie erlebt, wie sich junge, begeisterte Menschen für die Höhlenforschung
und den Landschaftsschutz einsetzen und einen grossen Teil ihrer Freizeit
dafür opfern, und dass sich Experten unentgeltlich zur Verfügung
stellen, im Interesse einer guten Sache zu übermitteln. |

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Die Broschüre
zum Graustockkarsttag finden sie hier unter Downloads -> Broschüre
zum Graustock. Diese Broschüre war am Graustockkarsttag aufgelegt
worden und war im nu vergriffen. |
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| Einladung zur Öffentlichen Graustock-Karstexkursion
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22. August 2004, Melchsee-Frutt
Graustockkarst Der Graustock-karst, welcher inmitten unberührter
Natur liegt und Lebensgrundlage für diverse bedrohte Tierarten
und Pflanzen ist, ist in Gefahr.
Zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich dieses
Problemes wird am Sonntag den 22.August vom WWF-Unterwalden
und von der Stiftung
NeKo (Naturerbe Karst Obwalden) einen Informationstag auf der
Tannalp durchgeführt. Nahmhafte Fachleute werden in kurzen Referaten
die Besonderheiten von Karstlandschaften sowie der Fauna und Flora
darlegen. Anschliessend kann der Karst auf geführten Exkursionen
hautnah erlebt werden.
Weitere Informationen dazu finden sie Auf der Startseite
der NeKo Homepage . |

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| Vorankündidgung SANW-Jahreskongress Limits04 |
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7.- 9. Oktober
2004, Obwalden und Nidwalden. Der Jahreskongress des Schweizerischen
Akademie der Naturwissenschaften (SANW) findet dieses Jahr unter
dem Thema 'Grenzen' in Nidwalden und Obwwalden statt. Organisiert
von der Naturfoschernden Gesellschaft Obwalden und Nidwalden (NAGON).
Die HGU ist im Organisationskomitee vertreten, sowie mit einer Höhlenausstellung
vor Ort sein. Weitere Informationen
zum Kongress. |
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| Ausstellung 'Erlebnis Boden' |
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26.Juli
- 5. September, Brunni, Engelberg. Eine Ausstellung über
die Entstehung der Bodens, seine Veränderungen und dessen Einfluss
auf die Pflanzenarten. HGU-Mitglieder sind aktiv an der Gestaltung
und Durchführung der Ausstellung beteiltigt. Wir können
den Besuch der Ausstellung allen sehr empfehlen! Weitere Informationen
beim Amt für Umwelt Nidwalden. |

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Hochwasserbeobachtungen in
der Schrattenhöhle, Melchsee-Frutt |

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30. Mai 2004 Seit
Jahren werden von den Höhlenforscherinnen und -forschern der
HGU die Wasserstände der verschiedenen dauernd und temporär
fliessenden unterirdischen Bäche insbesondere in der Schrattenhöhle
gemessen. Grosse Wassermengen liessen sich bisher nur schätzen
bzw. durch Wasserstandsmeter in Zentimeter ablesen. Heute sollen
nun die effektiven Schüttungsmengen gemessen werden, und zwar
mit dem so genannten Salzverdünnungsverfahren. Dazu wird in
einem Fass eine bestimmte Menge Kochsalz aufgelöst und auf
einen Schlag ins Gewässer geschüttet. Einige Dutzend Meter
weiter unten wird der Salzdurchfluss mit einem Gerät gemessen
und daraus die Wassermenge berechnet. Am Computer kann anschliessend
die Messung auf ihre Genauigkeit
hin kontrolliert werden. Im Zusammenhang mit dem Engelberger Quellmonitoring
der Arge Magma/HGU wendet HGU-Mitglied und Geologe Beat Niederberger
dieses System bereits seit einem Jahr an. Jetzt ist es erstmals
in der Höhle im Einsatz. Bei erst schwacher Schneeschmelzeaktivität
werden folgende Wassermengen gemessen: Kleiner Schrattenbach 30,3
l/s (15:15 Uhr) sowie 42,9 l/s (18:15 Uhr), Sesambach 15,7 l/s,
Grosser Schrattenbach 256 l/s (entspricht einem Wasserstand von
30 cm). Bei extremem Hochwasser wird die Metermarke des Wasserstandsmeters
überflutet (was regelmässig vorkommt). Die Höhlentour
ist aber trotz der verhaltenen Wassermengen eindrücklich und
gibt ein gutes Bild
über die vadosen Höhlenentstehungsprozesse, aber auch
über die Gefahren bei Wassereinbrüchen. Der Grosse Schrattenbach
wirkt bereits ausgesprochen bedrohlich. Kaum vorzustellen, wenn
die wirklich grossen Wassermassen angeschossen kommen! In den nächsten
Tagen fallen über 120 l/m2 Niederschlag, so dass der Sarnersee
über die Ufer tritt und zahlreiche Häuser unter Wasser
setzt. MaT. |
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| Drei Klufthöhlen unterhalb
der Melchsee-Frutt entdeckt |

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29. Mai 2004 In
den Felswänden des Wiss-Dossen unterhalb der Bettenalp (Melchsee-Frutt)
wurde vor Jahren erstmals ein starker, eisiger Luftstrom aus einer
Öffnung, die sich nur klettertechnisch erreichen lässt,
festgestellt. Da sich in diesem Gebiet hangparallele Spalten gebildet
haben, ist nicht mit Karsthöhlen zu rechnen, vielmehr mit tektonischen
Raumerweiterungen. Nur 200 m im Bergesinnern befindet sich aber
die Bobbahn der Bettenhöhle, ein imposanter Gangzug, in dem
der starke Höhlenwind an einem nicht eruierbaren
Ort abgesogen wird. Vielleicht schneidet das Spaltensystem des Wiss-Dossen
die Gänge der Karsthöhle an und führt die Höhlenluft
ab. Intensive Feldbegehungen in schwierigem Gelände haben nun
noch zwei weitere Höhlen zum Vorschein gebracht. Alle drei
sind durch Blockverstürze voneinander getrennt. Ein Rauchtest
hat jedoch eine klimatische Verbindung ergeben, allerdings ohne
Anschluss an das grosse Karsthöhlennetz. Die drei Höhlen
sind rein tektonischen Ursprungs. Wegen labiler Felsblöcke
und Geröllböden ist die Erkundung heikel. MaT.
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| 17-km-Grenze in der Bettenhöhle,
Melchsee-Frutt, überschritten |

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11. April 2004 In der bereits
6. längsten Höhle der Schweiz konnte mit 17 km vermessener
Gesamtlänge eine neue Kilometermarke überschritten werden.
Die vermessenen Schächte und Gänge befinden sich im so
genannten Downtown unterhalb des Biwaks II. Nach einem imposanten
Schachtsystem liess sich ein tief liegendes
Horizontalsystem erschliessen, das wie das 70 m höher liegende
Hauptsystem nach Nordosten verläuft. Hinter einer heiklen Engstelle
warten noch unerforschte Gänge und ein ca. 15 bis 20 m tiefer
Schacht auf nächste Vorstosseinsätze. Für das Studium
der Höhlenentstehung der mindestens 600'000 Jahre alten, ehemaligen
unterirdischen Wasserwege bringt das Downtown wichtige Erkenntnisse.
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| Orientierungstour Projekt
Schneeparadies Hasliberg-Titlis |

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4. Februar 2004
Der Schweizerische Alpenclub (SAC) hat mit den Initianten des «Schneeparadies
Hasliberg-Titlis» eine Lagebeurteilung an Ort und Stelle desGrossprojektes,
das die Verbindung der Skigebiete von Hasliberg-Melchsee-Frutt-Engelberg
vorsieht, vereinbart. Dazu eingeladen waren auch alle wichtigen
(einsprache-berechtigten) schweizerischen und regionalen Umwelt-verbände
sowie interessierte Kreise. Vorweg orientierten
die Projektverantwortlichen an verschiedenen Stationen im Gebiet,
das mit Tourenskiern durchquert wurde, über ihr Vorhaben. Vom
Kanton Obwalden, Amt für Wald und Landschaft, gab Peter Lienert
Auskunft. Zum teilweise tangierten Eidg. Jagdbanngebiet Hutstock
äusserte sich Wildhüter Walter Amrhein. Martin Trüssel
wurde ebenfalls als Referent involviert. Er konnte als Vertreter
der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden (HGU) und der Stiftung
Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden (NeKO) die vielschichtige
Bedeutung der Karstlandschaften zwischen Mechsee-Frutt und Engelberg
erläutern. Hubert Blätter war zudem am ersten Teil des
Anlasses mitunter als Repräsentant der Höhlenschutzkommission
der Schweizerischen Gesell-schaft für Höhlenforschung
(SGH) vertreten und Volker Lohmann als weiterer Repräsentant
der NeKO-Stiftung. Durch die Präsenz bzw. die Informationsvermittlung
im Feld konnten sowohl die Projektinitianten als auch die verschiedenen
Umweltverbände und der SAC auf die Anliegen des ober- und unterirdischen
Karstschutzes sensibilisiert werden. Dies ist wichtig, weil ein
Grossteil der geplanten Anlagen in z.T. hochsensible Karstzonen
zu liegen kämen.
Diesem Umstand sollte von den Projektierenden unbedingt Beachtung
geschenkt werden.
Weiter Infos zum Schneeparadis
- von den Initianten unter
www.hasliberg-frutt-titlis.ch und
- den Gegnern unter www.profrutt-engstlenalp.ch
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| Anerkennungspreis für die NeKO-Stiftung |
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| 29.
Dezember 2003 Die Albert Koechlin Stiftung (AKS) hat im Rahmen
einer Feier im Hotel Schweizerhof zwei Anerkennungs- und zwei Förderpreise
verliehen. Die Stiftung Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden
(NeKO), die sich für die langfristige Erhaltung der Obwaldner
Karst- und Höhlenwelt einsetzt, erhielt einen Anerkennungspreis
von 20'000 Franken, der für Inventararbeiten sowie Bildungs-
und Informationszwecke verwendet werden soll. Den Preis nahm Stiftungsinitiant
und Stiftungsratspräsident sowie HGU-Co-Präsident Martin
Trüssel im Beisein von über 200 Gästen entgegen.
Den Preis erhielt die Stiftung «für ihren engagierten,
inzwischen 28 Jahre andauernden Einsatz zur Erforschung und zum
Schutz der kulturhistorisch und naturkundlich interessanten Höhlensysteme
des Kantons Obwalden», wie es in der Urkunde heisst, sowie
«für das Bemühen, Öffentlichkeit, Grundstückbesitzer
und Behörden für den nachhaltigen Karst- und Höhlenschutz
und entsprechende Beobachtungen zu sensibilisieren.» |

AKS-Anerkennungspreis
Urkunde |
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| Buchvernissage |
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7. Dezember
2003 Buchvernissage von Martin Trüssel, für sein
neu-estes Werk: Vom Fuchsloch zur Schrattenhöhle Band III.
Für weitere Informationen bitte auf das Bild rechts klicken.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr Interesse. |
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Erkundungstour in der LSE-Klufthöhle im Eisenbahntunnel nach
Engelberg
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| 13. August 2003 -Im
Engelbergertal wird ein neuer Eisenbahntunnel von Grafenort nach Engelberg
OW gebaut. Der Tunnel führt nach wasserundurchlässigem Gestein
durch eine Zone mit verkarstungsfähigem Quintner Kalk. Bereits
beim ersten Kontakt in dieser Zone ereignete sich im August 2002 der
erste Wassereinbruch. Aus den Bohrlöchern schoss ein Wasserstrahl
von bis zu 22 m!
Im Juni dieses Jahres brach unter dem Wasserdruck im Laufe der
Schneeschmelze kurz vor dem Ende der Quintnerkalk-Zone die Tunneldecke
ein. Schätzungsweise 2000 Kubikmeter Felsblöcke, Geröll
und Schlamm wurden von den Wassermassen durch den inzwischen 1,9
km langen Tunnel aus dem Nordportal bis in die Engelbergeraa gespült.
Der Murgang beschädigte die Tunnelinstallationen massiv. In
den nächsten Tagen flossen bis zu 1 m3/s Wasser aus dem Tunnel.
Am 30. Juni konnten Mitglieder der Höhlenforscher-Gemeinschaft
Unterwalden (HGU) den entstandenen Hohlraum über dem Tunnelprofil
erstmals dokumentieren. Damals flossen noch 200 l/s Wasser. Eine
plötzliche Wassertrübung machte jedoch einen sofortigen
Rückzug unumgänglich. Anfang August konnte dank der ausserordentlichen
Trockenheit in diesem Sommer die Ausmasse der weitläufig ausgeräumten
Verwerfung besichtigt werden. Weite Teile zeigten sich noch in einem
instabilen Zustand. Überraschend waren im oberen Abschnitt
der weitgehend neu entstandenen Höhle die Gangprofile, die
einer typischen phreatisch entstandenen Höhle gleichen. Bei
kommenden grösseren Niederschlagsereignissen dürfte das
Lockermaterial und das angrenzende zerrüttete Gestein noch
weiter ausgeräumt werden, wobei das Ausmass nur schwer abschätzbar
ist.
Die HGU hatte sich bei den Tunnelbauern bereits ein halbes Jahr
vor dem ersten Wassereinbruch gemeldet und auf allfällige karsthydrologische
Phänomene hingewiesen. Nach dem ersten Wassereinbruch wurde
die HGU, die eine Arbeitsgemeinschaft mit einem Geologiebüro
gebildet hat, mit einem umfassenden Quellmonitoring beauftragt,
um die (Karst-)Quellen im Umfeld des Tunnels und im Einzugsgebiet
zu beobachten. Diese Arbeiten sind noch im Gang.
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| TV-Aufnahmen über Aufgaben und Ziele der Obwaldner
Stiftung «Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden» (NeKO) |
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15. Juli 2003 - Martin
Trüssel (NeKO-Initiant, NeKO-Stiftungsratspräsident und
Co-Präsident der Höhlenforscher-Gemeinschaft Unterwalden)
sowie Hubi Blättler (HGU-Co-Präsident) standen im Zentrum
von Fernsehaufnahmen, denn die NeKO-Stiftung soll im Schweizer Fernsehen
kurz porträtiert werden. Die Produktionsgesellschaft tpc des
Schweizer Fernsehens hat dafür ein zweiköpfiges Filmteam
beauftragt, mit Feld- und Höhlenaufnahmen einen 90-Sekunden-Beitrag
zu erarbeiten. Um die Schutzwürdigkeit und Bedeutung der einzigartigen
ober- und untererdischen Karst- und Höhlenwelt Obwaldens aufzuzeigen,
wurden im Graustock- und Fikenlochkarst östlich der Melchsee-Frutt
Aussenaufnahmen sowie in den drei Höhlen Fikenloch, S3 und S4
verschiedene Innenaufnahmen gedreht. Dabei sollen exemplarisch naturwissenschaftliche
und kulturhistorische Fundorte, aber auch die Höhlenvermessung
als Grundlage für jegliche Forschungsarbeit gezeigt werden.
Ein wesentlicher Anteil des Filmbeitrags hat zudem zum Ziel, die faszinierende
Formenvielfalt des oberirdischen Karstes darzustellen. Die Aufnahmen
der 90-Sekunden-Produktion beanspruchten für die Film- und Tonaufnahmen
den ganzen Tag. Der Beitrag wird am Mittwoch, 27. August 2003, 21.45
Uhr zur besten Sendezeit unmittelbar vor der Sendung «10 vor
10» auf SF1 ausgestrahlt. |
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| Rückblick 1. Unterwaldner Karst- und Höhlentag |
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28. und 29. Juni 2003
- Zum ersten Mal in der Schweiz fand ein Karst- und Höhlentag
statt, und zwar in den beiden Kantonen Ob- und Nidwalden. Ziel war
es, die interessierte Bevölkerung auf die verborgenen Schönheiten
der Ober- und Unterirdischen Karstwelt aufmerksam zu machen und die
Schutzwürdigkeit zu unterstreichen.
Ob- und Nidwalden beherbergen verschiedene Karstgebiete, in denen
sich Höhlensysteme gebildet haben und das Niederschlagswasser
unterirdisch abfliesst. Die Höhlen sind unersetzliche naturwissenschaftliche
und kulturhistorische Archive, Lebensraum für seltene Tierarten
und verfügen über einen Formenschatz, der unvergleichlich
ist. Die Veranstalterin des Karst- und Höhlentages wqr die Höhlenforscher-Gemeinschaft
Unterwalden (HGU). Gegen 30 Personen standen von der HGU und weitere
Helferinnen und Helfer im Einsatz. Am Unterwaldner Karst- und Höhlentag
wurde der Bevölkerung die Möglichkeit geboten, einen Einblick
in die Karst- und Höhlenwelt zu erhalten. Die Anlässe fanden
in Obbürgen NW sowie auf der Melchsee-Frutt OW statt.
Am Samstag wurde in einer Gemeinschaftsveranstaltung in Stansstad
ebenfalls ein reichhaltiges Programm geboten. Der Karst- und Höhlentag
stiess bei der Bevölkerung, Behörden und Politikern auf
grosses Interesse. Die Medienressonanz lag weit über dem Durchschnitt.
Beeindruckend waren die Besucherströme an den drei Veranstaltungsorten.
Möglicherweise ist der 1. Unterwaldner Karst- und Höhlentag
die Initialzündung für einen nationalen Karst- und Höhlentag. |
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| 1. Unterwaldner Karst- und Höhlentag |
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28. und 29. Juni 2003
- An diesem Wochenende findet in Stansstad und
auf der Melchsee-Frutt der 1. Unterwaldner Karst- und Höhlentag
statt. Begleitet wird dieser Anlass von diversen Veranstaltungen in
der Umgebung der Ausstellungsstandorte.
Weitere
Informationen finden sie hier. |
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| Wassertag in Stansstad |
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| 28. Juni 2003 - Der
Wassertag in Sansstad mit vielen Aktivitäten rund um den Standort
beim Mühlebach in Stansstad. Der Wassertag ist ein Partneranlass
des 1. Unterwaldner Karst und Höhlentages. Weitere Informationen
und das Programm des Wassertages finden sie in diesem PDF
Dokument (106Kb) |
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| Osteophonie |
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| 23. Mai 2003 -
An der Gründungsversammlung der HGU am
4. April 2002 sorgten die Klänge der nachgebildeten prähistorischen
Instrumente für Aufsehen. Das Interesse an diesem Experiment
war entfacht. Über die Gründungsversammlung der Höhlenforscher
Gemeinschaft Unterwalden ist ein Zeitungsbericht im Obwaldner Wochenblatt
erschienen pdf-Datei
(200 kb).
Aufgrund des Konzertes wurden wir vom Gletschergarten
Luzern eingeladen die Eröffnung des neuen GEO-Themenparkes
musikalisch zu untermalen.
Hörproben im MP3 Format können auf der
Downloadseite heruntergeladen
werden.
Die offizielle CD der HGU Osteophoniker kann im
HGU Shop bestellt
werden.
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| Ostern 2003 |
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| Eine durch die Ereignisse vom 9. September 1798
in den Unterwaldner Volksmund eingegange Höhle eröffnete
während der Osterexpedition ganz neue Dimensionen. Die Suche
nach einer Heiligenstatue hinter sprechenden Felsen blieb zwar erfolglos.
Dafür zeigte sich eine ebenfalls vermisste Nachgeburt in der
Form eines neuen hinteren Höhlenteils. |
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